Und jetzt ab aufs Rad – Neues Buch leistet Anschubhilfe für die neuen Radsport-Stars

Ich sitze hier in meinem Fahrradtrikot und habe folgenden Literaturtipp

Skandale, Misstöne, zwielichtige Comebacks. Als Freilichttheater der Träume hat der Profiradsport vorerst ausgedient. Und so entdecken immer mehr Menschen ganz neue Radsport-Stars: sich selbst. Mit Beginn des Frühlings schwingen sich in diesen Tagen wieder Millionen aufs Rennrad, um in rasantem Tempo ein wenig von der Landschaft zu sehen, gelenkschonend etwas für ihre Fitness zu tun und sich später zum Saisonhöhepunkt vielleicht sogar in einem der vielen Jedermannrennen zu messen.

„Im Prinzip ist es ganz einfach: Radfahren trainiert man mit Radfahren. Genau das macht diesen Sport ja so reizvoll. Jedes Mal, wenn man in die Pedale tritt, wird man ein bisschen besser und hat dabei auch noch eine Menge Spaß. Dennoch können gerade Anfänger ein wenig Anschubhilfe gut gebrauchen“, meint der amerikanische Sachbuchautor Ben Hewitt, der im Covadonga Verlag soeben „Die kleine Radsportfibel“ veröffentlicht hat (ISBN 978-3-936973-42-6; 144 Seiten, EUR 9,80), um im kompakten Format ein Feuerwerk aus „1.000 Praxistipps für Rennradfahrer und Mountainbiker“ zu zünden.

Allen Novizen auf schmalen Reifen und harten Sätteln gibt der Redakteur des Fachmagazins „Bicycling“ die folgenden zehn Ratschläge mit auf den Weg, damit sie ihrem ganz persönlichen Gelben Trikot ohne unnötige Rückenschmerzen und Rückschläge nachjagen können:

1. Ein Fahrrad, das nicht die passende Größe hat oder schlecht eingestellt ist, wird Ihnen auf Dauer nur Verspannungen, Frust und unausgeschöpfte Leistungsreserven bescheren. Denken Sie daran: Die perfekte Sitzposition entsteht, indem Sie Ihr Rad an Ihren Körper anpassen – nicht umgekehrt.

2. Die ideale „Sitzweite“, also der angemessene Abstand zwischen Sattel und Lenker, variiert ganz erheblich von Fahrer zu Fahrer. Die individuelle Beweglichkeit spielt ebenso eine Rolle wie die Anatomie. Werden Sie nicht müde, weiter Zeit (und unter Umständen auch Geld) zu investieren, bis Sie eine perfekte Kombination aus Oberrohr- und Vorbaulänge gefunden haben. Als Ausgangspunkt bietet sich diese Überlegung an: Wenn Sie bequem auf Ihrem Rennrad sitzen, sollte der Lenker die Vorderradnabe verdecken.

3. Es gibt zahlreiche Formeln zur Bestimmung der richtigen Sattelhöhe, aber Sie müssen kein Mathematikgenie sein, um zu erkennen, ob ein Sattel zu hoch oder zu tief eingestellt ist. Am tiefsten Punkt jeder Pedalbewegung sollten Ihre Knie noch ganz leicht gebeugt sein und Ihre Hüfte sollte nicht auf dem Sattel hin- und herschaukeln.

4. Um die richtige Sattelposition gegenüber dem Tretlager zu bestimmen, setzen Sie sich einfach ganz bequem mittig auf den Sattel und stellen die Pedale waagerecht. Wenn Sie nun von Ihrer Kniescheibe ein Senkblei herablassen, sollte dieses das Ende der Kurbel berühren.

5. Beugen Sie der „Leichenstarre“ vor, die viele Hobbyfahrer jedes Mal befällt. Halten Sie also die Ellbogen angewinkelt und möglichst entspannt, um Stöße geschmeidig abzufangen und abrupte Lenkbewegungen zu vermeiden. Paradoxerweise können Sie umso schneller auf Hindernisse reagieren, je lockerer Sie auf dem Rad sitzen.

6. Achten Sie darauf, dass Ihre Arme in einer Linie mit Ihrem Körper bleiben. Sitzen Sie also kompakt auf dem Rad und bieten Sie dem Fahrtwind nicht unnötig viel Angriffsfläche. Und immer mit der Ruhe: Vermeiden Sie unnötige Bewegungen. Denken Sie doch nur an all die Kalorien, die Sie bei einer 40-Kilometer-Runde allein dadurch verbrennen, dass Sie Ihren Oberkörper bei jedem Pedaltritt von einer Seite zur anderen bewegen. Würden Sie diese kostbaren Energiereserven nicht viel lieber dafür nutzen, schneller oder länger fahren zu können?

7. Ein gerader, gestreckter Rücken ist das Markenzeichen des eleganten Rennradfahrers. Dafür ist nicht nur eine ideale Vorbau- und Oberrohrlänge unabdinglich, sondern auch eine bewegliche Hüfte. Konzentrieren Sie sich beim Fahren darauf, Ihr Becken nach vorne zu kippen. Stellen Sie sich doch einfach vor, Sie würden versuchen, mit dem Bauch das Oberrohr zu berühren.

8. Passen Sie auf, dass Sie nicht mit zunehmender Erschöpfung dazu übergehen, allmählich auf dem Sattel nach vorne zu rutschen und einen Katzenbuckel zu machen. Indem Sie bei jeder Ausfahrt regelmäßig in einen größeren Gang schalten und ein Stück weit im Wiegetritt fahren, beugen Sie Verspannungen im Rücken vor.

9. Wechseln Sie unterwegs auch regelmäßig die Position ihrer Hände. Greifen Sie am Unterlenker, wenn Sie schnell oder bergab fahren, und an den Schalt- und Bremshebeln, wenn Sie eher entspannt durch die Landschaft rollen. An langen Anstiegen empfiehlt es sich, am Oberlenker zu greifen. Denn so sitzen Sie aufrechter und können besser atmen.

10. Nehmen Sie immer den linken Fuß vom Pedal, wenn Sie anhalten. Sonst drohen Ihnen unschöne Kettenblatt-Tattoos an der rechten Wade, die Sie sofort als Anfänger entlarven.

990 weitere Praxistipps finden sich in Ben Hewitts „Kleiner Radsportfibel“, die sich als Sammelsurium des nützlichen Wissens für Rennradfahrer und Mountainbiker versteht. Als ideale Klo-, Badewannen- und Gute-Nacht-Lektüre für alle Hobbyradsportler, die in ein paar ruhigen Minuten eines der klassischen Trainingsmottos umsetzen möchten: „Wirklich besser wirst du erst während der Regeneration.“

Ben Hewitt: DIE KLEINE RADSPORTFIBEL. 1000 PRAXISTIPPS FÜR RENNRADFAHRER UND MOUNTAINBIKER.
Covadonga Verlag 2009, ISBN 978-3-936973-42-6; Broschur, 144 Seiten im Format 21cm x 14,8 cm; Ladenpreis: EUR 9,80 [D]

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